Auf jedem Rechner und Server, den wir betreuen, läuft ein kleines Programm unseres RMM-Systems (Remote Monitoring and Management). Es meldet Störungen, installiert Updates, verteilt Software und ermöglicht die Fernwartung. Bisher haben wir dafür NinjaOne eingesetzt. Künftig ist Octoja unser Standard, eine RMM-Software, die in Deutschland entwickelt und betrieben wird. Hier erklären wir, warum wir umstellen und was sich für Sie ändert.
Das Werkzeug mit dem weitesten Zugriff
Kein anderes Werkzeug in Ihrer IT hat so viele Rechte wie das RMM. Sein Agent läuft auf jedem Gerät mit Systemrechten und kann Software installieren, Einstellungen ändern und Befehle ausführen. Deshalb ist nicht nur wichtig, was das System kann. Es kommt auch darauf an, wer es betreibt und welchem Recht dieser Anbieter unterliegt.
Entwickelt und betrieben in Deutschland
Hinter Octoja steht die octoja GmbH. Die Plattform wird in Deutschland entwickelt und läuft in zertifizierten Rechenzentren in Nürnberg und Falkenstein. Vertrag zur Auftragsverarbeitung und technisch-organisatorische Maßnahmen sind öffentlich einsehbar.
NinjaOne ist ein Anbieter mit Sitz in den USA. Er unterliegt damit US-Recht, etwa dem CLOUD Act: Danach können US-Behörden Daten von US-Anbietern auch dann anfordern, wenn sie in europäischen Rechenzentren liegen. Das ist kein Vorwurf an das Produkt, sondern eine rechtliche Tatsache, die wir bei der Wahl unseres wichtigsten Werkzeugs berücksichtigen.
Frei von US-Anbietern ist Ihre IT damit nicht. Microsoft 365 ist selbst ein US-Dienst, und das Cloud-Backup liegt bewusst bei einem anderen Anbieter als Microsoft. Wir verringern die Abhängigkeit aber dort, wo der Zugriff am tiefsten reicht. Für uns ist das ein praktischer Schritt zu mehr digitaler Souveränität.
Nachvollziehbare Preise
Bei Octoja umfasst eine Lizenz pro Gerät den gesamten Funktionsumfang: Überwachung, Patchmanagement, Softwareverteilung, Automatisierung, Fernwartung, Inventar und Berichte. Die Mengenstaffel ist öffentlich. Zusätzliche Kosten entstehen nur für Module anderer Hersteller, etwa für Virenschutz oder Backup.
Für Sie heißt das: Wir können genau erklären, woraus sich der Preis unserer Betreuung zusammensetzt, und ihn über die Vertragslaufzeit verlässlich kalkulieren.
Jede Leistung einzeln wählbar
Viele große Plattformanbieter haben in den vergangenen Jahren Backup, Mobilgeräteverwaltung, Ticketsysteme und weitere Produkte zugekauft und bündeln sie mit ihrem RMM. Jedes Produkt für sich mag gut sein. Zusammen führen sie aber in eine wachsende Abhängigkeit: Preise und Konditionen hängen davon ab, was man sonst noch bezieht, und wer ein Produkt wechseln will, muss mehrere Leistungen zugleich neu ordnen.
Wir wählen für jede Leistung das Werkzeug, das dafür am besten passt. Die Sicherung von Microsoft 365 und Google Workspace und die E-Mail-Archivierung bleiben deshalb unverändert bei unserer bewährten Lösung, unabhängig vom RMM. Octoja überwacht den Status Ihrer Datensicherung, ersetzt sie aber nicht.
Was sich für Sie ändert
Im Alltag ändert sich wenig. Die Funktionen bleiben dieselben: Überwachung, Updates, Softwareverteilung und Fernwartung. Auf Ihren Geräten tauschen wir den Agenten aus. Den Zeitpunkt stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Octoja ist eine junge Plattform. Wir stellen deshalb schrittweise um und prüfen jede Umgebung, bevor wir den bisherigen Agenten entfernen. Wo NinjaOne in einer bestehenden Umgebung besser passt, bleibt es weiterhin möglich.
Wie wir Arbeitsplätze und Server betreuen, lesen Sie unter Endgeräteverwaltung. Bei Fragen zur Umstellung sprechen Sie uns gern direkt an.
Quellen: octoja, octoja: Technisch-organisatorische Maßnahmen, octoja: Preise, NinjaOne: Übernahme von Dropsuite