Die IT einer Praxis verarbeitet die sensibelsten Daten überhaupt – Patientendaten. Gleichzeitig verpflichtet die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV/KZBV (nach § 390 SGB V) jede Praxis zu konkreten technischen Schutzmaßnahmen. Wir sorgen für das sichere Fundament: Netzwerk, Endgeräte, Backup und den geschützten Zugang zur Telematikinfrastruktur.
Praxisverwaltungssystem, TI-Konnektor und Medizingeräte betreiben Ihre Fachanbieter und Gerätehersteller – wir übernehmen keine medizinische Funktionsprüfung und ersetzen nicht deren Support. Zu Beginn klären wir, welche Systeme wir betreuen und wo wer zuständig bleibt, und stimmen die technischen Übergänge ab, damit Sie bei Störungen nicht erst Zuständigkeiten sortieren müssen.
Rechnen Sie kurz mit: Was kostet Sie eine Stunde Stillstand?
Vorausgefüllt mit Beispielwerten für eine typische Praxis – tragen Sie einfach Ihre Zahlen ein:
Überschlagsrechnung: Monatswerte geteilt durch 160 Arbeitsstunden. Ein einziger Ausfalltag kostet damit oft mehr als ein ganzes Jahr gute IT-Betreuung – genau deshalb bauen wir Redundanz: Sie kostet einmal, Stillstand kostet jedes Mal.

Die Bausteine 1 bis 6 erklären wir direkt darunter – und bauen sie genau so in Ihrer Praxis auf.
Redundanz in Aktion: Jeder Baustein ist doppelt – vom Switch über die Firewall bis zur Internet-Leitung. Im gezeigten Aufbau findet der Verkehr automatisch den nächsten Weg, auch wenn mehrere Bausteine nacheinander ausfallen.
Und wie wahrscheinlich trifft es Sie? Die Redundanz-Rechnung
Hardware fällt statistisch selten aus – aber planbar selten. Mit Feldwerten statt Hersteller-Prospekt lässt sich das Risiko ehrlich beziffern. Die Zahlen unten rechnen live mit Ihren Angaben aus dem Rechner oben.
| Gerät | Bestand (Faustregel) | Ausfallrate/Jahr* | Stillstand je Defekt ohne Redundanz |
|---|---|---|---|
| Switch | je 24 Arbeitsplätze | 1,5 % | 8 Std. |
| Access Point | je 12 Arbeitsplätze | 2 % | 4 Std. |
| Firewall | 1 | 2 % | 8 Std. |
| Server | 1 | 5 % | 20 Std. |
*Konservative Feldwerte: Backblaze Drive Stats 2025 (344.000 Laufwerke: 1,36 %/Jahr allein je Festplatte), Felddaten Industrie-Switches, plus Puffer für Netzteile, Lüfter und Firmware. Hersteller-MTBF wäre optimistischer.
Und das ist nur die Hardware-Statistik: Fehlgeschlagene Firmware-Updates, Provider-Störungen und Bedienfehler kommen obendrauf – gegen die hilft dieselbe Redundanz.
Seit 2021 verpflichtet die IT-Sicherheitsrichtlinie jede Praxis zu konkreten Maßnahmen – Netzwerksegmentierung, Zugriffskontrolle, Datensicherung, Endgerätesicherheit. Die Anforderungen wachsen mit der Praxisgröße. Viele Praxen wissen schlicht nicht, ob sie sie tatsächlich erfüllen.
Als Securepoint Cert+ Auditor führen wir eine strukturierte technische Bestandsaufnahme Ihrer Praxis durch: Wir prüfen Netzwerk, Zugriffe, Backup und Endgeräte gegen die Anforderungen, zeigen Ihnen, wo Sie stehen, und liefern priorisierte Maßnahmen samt Dokumentation. Ein Cert+-Audit strukturiert diese Arbeit; es ersetzt weder die Richtlinie noch einen vollständigen Nachweis aller Praxispflichten – die KBV informiert über die geltenden Anforderungen.
Klare Zuständigkeiten: Wir betreuen die Infrastruktur und stimmen die Übergänge zu Praxissoftware, TI und Medizingeräten mit Ihren Fachanbietern ab.
Erfahrung mit regulierten Umgebungen: Aufbau und Betrieb standortübergreifender Hochverfügbarkeits-Infrastruktur in der Gesundheitswirtschaft.
Securepoint Cert+ Auditor: zertifizierte IT-Sicherheit „Made in Germany“, keine US-Cloud.
Wortmann-Partner: Hardware und Betreuung aus einer Hand – die TERRA-Geräte, die in vielen Praxen ohnehin laufen.
Persönlich im Rheingau: Von Geisenheim aus betreuen wir Praxen in Rüdesheim und der näheren Umgebung; Wiesbaden und Mainz nach Absprache.
Planbar zum Fixpreis: Ihre Praxis-IT als Servicevertrag mit vereinbartem Umfang, Servicezeiten und Meldewegen – Betrieb, Updates und Monitoring inklusive.
Konkrete technische Maßnahmen nach § 390 SGB V – von Netzwerksegmentierung über aktuelle Updates und Virenschutz bis zur Datensicherung. Die Anforderungen steigen mit der Praxisgröße. In unserer technischen Bestandsaufnahme prüfen wir jede Anforderung einzeln – Sie erhalten eine priorisierte To-do-Liste. Eine vertiefte Prüfung vereinbaren wir nach dem kostenlosen Erstgespräch gesondert.
Nein – bewusst nicht. Praxissoftware und TI-Konnektor betreibt Ihr Fachanbieter am besten selbst. Wir sorgen für alles darunter: Netzwerk, Endgeräte, Backup und den sicheren Zugang. So hat jeder eine klare Verantwortung – und Sie einen Ansprechpartner für die gesamte Infrastruktur.
Im Idealfall: nichts, was Sie merken. Wir bauen wichtige Komponenten doppelt auf – fällt eine aus, übernimmt die andere. Bei Servern im Cluster starten betroffene Systeme auf einem anderen Knoten neu; das dauert Minuten, ein Backup einspielen kostet Stunden. Was für welche Anwendung gilt, halten wir im Wiederanlaufplan fest.
Das hängt von Größe und Ausstattung ab. Über den IT-Servicevertrag zahlen Sie einen festen monatlichen Preis – Betrieb, Updates und Monitoring inklusive. In der kostenlosen Erstberatung bekommen Sie eine konkrete Einschätzung.
Ja. Wir vernetzen Standorte über verschlüsselte VPN-Strecken und bauen auf Wunsch standortübergreifende Ausfallsicherheit auf – eine unserer Kernkompetenzen aus der Gesundheitswirtschaft.
Die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV nach § 390 SGB V (vormals § 75b) ist für Vertragsarzt- und Psychotherapiepraxen seit dem 1. Oktober 2025 verbindlich, für Vertragszahnarztpraxen gilt die IT-Sicherheitsrichtlinie der KZBV seit Januar 2026. Sie ist keine Empfehlung, und sie gilt unabhängig davon, ob sich in der Praxis jemand hauptberuflich um die Praxis-EDV kümmert. Welche Anforderungen greifen, hängt allein davon ab, wie viele Personen ständig mit der Datenverarbeitung betraut sind:
| Praxistyp* | Es gelten |
|---|---|
| Praxis mit 1 bis 5 Personen | Anlage 1 und 5 — plus Anlage 4 bei medizinischen Großgeräten |
| Mittlere Praxis, 6 bis 20 Personen | Anlage 1, 2 und 5 — plus Anlage 4 |
| Große Praxis ab 21 Personen oder mit überdurchschnittlich vielen Daten | Anlage 1, 2, 3 und 5 — plus Anlage 4 |
* ständig mit der Datenverarbeitung betraute Personen. Anlage 4 gilt zusätzlich bei medizinischen Großgeräten (CT, MRT), Anlage 5 betrifft die dezentralen Komponenten der Telematikinfrastruktur — Konnektor, Kartenlesegerät, Praxisausweis.
| Was die Richtlinie verlangt | Anlage | Womit wir das abdecken |
|---|---|---|
| Schutz vor Schadsoftware, Virenschutz auf allen Geräten | 1 | Bitdefender GravityZone bzw. Securepoint als EDR-Endpoint-Schutz, zentral verwaltet |
| Zeitnahes Installieren von Updates, Patch- und Change-Management | 1 | Endgeräteverwaltung mit NinjaOne — Patchstand je Gerät nachweisbar |
| Netzsegmentierung, sichere Protokolle, Dokumentation des Netzes | 2, 3 | UniFi-Netz mit getrennten Segmenten, Securepoint-Firewall am Übergang, Netzdokumentation im Servicevertrag |
| Umgang mit Spam und schädlichen E-Mails | 1 | Mail-Security vor dem Postfach — was nicht zugestellt wird, kann niemand anklicken |
| Schulung und Sensibilisierung des Praxispersonals | 1 | Awareness-Training mit nachweisbarer Teilnahme |
| Smartphones und Apps: Richtlinie, Freigabe, Datenabfluss verhindern | 1, 2 | Mobile Device Management — Firmendaten getrennt, Fernlöschung möglich |
| Zugriffsschutz, Berechtigungen, Sperren beim Verlassen des Arbeitsplatzes | 1 | Serververwaltung und Verzeichnisdienst mit sauberem Rollenkonzept |
| Sichere Speicherung, kryptografische Sicherung, Datensicherung | 1, 2 | Datensicherung nach 3-2-1, verschlüsselt, mit geübter Wiederherstellung |
| Protokollierung und Alarmierung wichtiger Ereignisse | 2, 4 | Meta-SIEM — alle Signale aus Netz, Geräten und M365 an einem Ort, rund um die Uhr ausgewertet |
| Wartung medizinischer Großgeräte durch Externe | 4 | Fernwartungszugänge über die Firewall gesteuert, eigenes Segment, protokolliert |
| Dezentrale TI-Komponenten: Konnektor bzw. TI-Gateway, Kartenterminal, Praxisausweis | 5 | Eigenes Netzsegment, Zugriff auf die Verwaltungsoberflächen eingeschränkt — auch beim Umstieg vom Konnektor auf das TI-Gateway |
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